Regulierter Strom

Seit Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Elbe als Verkehrsweg intensiv genutzt und ausgebaut. Schon ab 1818 leitete der Ingenieur R. Woltman die Elbvertiefung und die damit verbundene Ausbaggerung des Flussbettes ein. Seitdem herrscht ein Richtungsstreit: soll man die Elbe möglichst wenig verändern oder den Fluß als Wasserstraße regulieren und umbauen. In den Augen des englischen Historikers David Blackbourn hängt der gesellschaftliche und politische Fortschritt in Deutschland eng mit der Zähmung des Wassers zusammen. Der Wasserbau als Instrument staatlicher Infrastruktur. Nach Woltman sind Straßen benannt, für jene, die den Fluß in Ruhe lassen, gibt es das nicht. Immerhin gibt es in vielen Orten entlang des Flusses eine Elbe Straße.

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