Irgendwo habe ich mal gelesenen, Kitsch ist, wenn das Ende vorhersehbar ist, wenn der Verlauf nicht mehr offen ist. Also keine überraschenden Wendungen. Der Groschenroman ist insofern natürlich reiner Kitsch. Es gibt keine dialektische Verwandlung. Der Gute bleibt bis zum Ende der Gute und umgekehrt geht es mit dem Bösen. Kitsch hat aber nichts mit Alltag- oder Museumskultur zu tun, sondern mehr damit, sich nicht mehr überraschen zu lassen. Das kann einem überall begegnen. Sich als Kind eines Flusses zu bezeichnen finde ich persönlich sehr überraschend.

