„Der Begriff vermag nicht alles, was die Vernunft verlangt.“ schreibt Hans Blumenberg in seiner „Theorie der Unbegrifflichkeit“. Das bedeutet, nicht alles, was die Vernunft umtreibt, kann im Begriff ausgedrückt werden. Blumenberg spricht hier ausdrücklich nicht davon, dass nicht alles, was wir empfinden oder fühlen nicht im Begriff aufgehoben ist. Er setzt die Axt an das große Ideal der europäischen Aufklärung, die Rationalität. Wenn nicht einmal die Vernunft im Begriff aufgehoben ist, brauchen wir offensichtlich eine unbegriffliche Sprache. Für die Vernunft eine Sprache der Bilder.

